Samstag, 23. Juli 2016

Was machen Sie denn hier?

Sie hier? Und ich auch?

Ja, ich bin verwundert.

Wie so oft in meinem Leben starte ich mit voller Motivation neue Dinge, mache Listen, plane und mache und tue und irgendwann habe ich aufgehört und es nicht einmal gemerkt. So wie mit diesem Blog.

Es wurde irgendwann lästig. Ich schrieb und fotografierte und bearbeitete und alles was blieb, waren zwei Gefällt-mir-Angaben auf Facebook.

Ich habe überlegt

  • aufzuhören
  • auf wordpress umzuziehen
  • neu zu beginnen
Aber wissta was? Ich mache einfach weiter. Warum? Ich zitiere mich mal:


„Das wollte ich schon immer mal machen!“
Dieser Satz ist mir in letzter Zeit immer öfter über die Lippen gekommen. Leider bleibt es zu 99 % bei dem guten Vorsatz.

Zum Beispiel habe ich noch nie Sushi gegessen. Oder den Kontinent Europa verlassen. Oder den Filmklassiker „Der Pate“ gesehen. Ich könnte an dieser Stelle noch sehr sehr viele andere Dinge aufzählen...

Das Leben ist vielfältig und ich finde, man sollte das ausnutzen. Natürlich kann man jedesmal die Thunfischpizza bestellen, weil Thunfischpizza nunmal am Besten schmeckt. Aber wenn ich nicht die ganze Speisekarte ausprobiert habe, kann ich das eigentlich nicht richtig beurteilen. Oder?

Eigentlich bin ich ein Gewohnheitstier, nach dem Motto: Never touch a running system. Ich möchte mich mit diesem Blog „zwingen“, endlich den ersten Schritt zu gehen und ganz viel Neues ausprobieren bzw. Altes wieder aufzufrischen. Vielleicht lässt sich der ein oder andere auch davon inspirieren?


Und man mag es kaum glauben. Ich habe immer noch kein Sushi gegessen.

Mittlerweile gibt es die Facebook-Seite auch nicht mehr. Ich hatte vergessen, dass ich diesen Blog hauptsächlich für mich gestartet habe und nicht für irgendwelche Klickzahlen. Ich hatte Beiträge erst zu bestimmten Zeiten veröffentlicht, damit es mehr Menschen erreicht. Aber das ist doch egal, ich will doch eh kein professioneller Blogger werden. Entweder Du liest mich oder eben nicht.

Und? Gute Idee?

Ich gehe jetzt und starte Projekt #26.

Bis bald ♥

Montag, 25. April 2016

Es muss nicht immer Mallorca sein


Seniorenurlaub am Rhein

Zu Weihnachten habe ich meiner Mutter einen Kurzurlaub geschenkt. 4 Tage. Mit mir. In St. Goar.

St. Goar ist ein kleines Städtchen direkt am Rhein, mittig zwischen Koblenz und Mainz. Die Ferienwohnung hatten wir entdeckt, als wir in dem Bistro der Besitzerin nach einer Schifffahrt (auch ein Geschenk) zu Abend gegessen hatten. 

So geht es im voll beladenen Smart entlang der B9 Richtung Süden. Alternativ hätten wir über die A61 fahren können, doch die Fahrt entlang des Rheins ist das bisschen Zeitverschwendung wert.

In St. Goar angekommen, kann man kostenfrei am Hafen parken. Der Fußweg ins „Zentrum“ sind dann ca. 500 Meter. Alternativ kann man für 3 Stunden an der Fähre Richtung St. Goarshausen parken oder gegen Gebühr direkt in der Mitte.

Ein bisschen versteckt und durch ein winziges dunkles Treppenhaus geht es in unser Domizil. Die Ferienwohnung ist die beste Ferienwohnung meiner bisherigen Ferienwohnungserfahrung gewesen. Mit vier Sternen klassifiziert, sehr schön eingerichtet und mit allem Schnickschnack, den man sich wünschen kann: Modernes Bad mit Dusche und Badewanne, Küche mit Kühlschrank, Herd, ackofen, Mikrowelle und Spülmaschine (!), gemütliches Wohnzimmer. Die Wohnung kann von bis zu sechs Personen bewohnt werden. Ich habe uns den Luxus von zwei Schlafzimmern gegönnt. Alternativ gibt es noch zwei andere kleinere Ferienwohnungen im Haus.

Hier ein paar Ausflugstipps, die wir nur empfehlen können:

An den Rhein setzen, ins Wasser starren und Gänse beobachten

In St. Goar geht das am Hafen, dort gibt einige Bänke und Treppen. Noch schöner ist es an der Fähre hinter dem Feuerwehrhaus. Dort stehen einige Bänke und Tische auf einer Wiese, die nur von einem Fußweg vom Rhein getrennt wird. Folgt man dem Fußweg, kann man einen schönen Blick auf die Loreley werfen.

Setzt man mit der Fähre rüber nach St. Goarshausen (Preis pro Fahrt 1,80 € pro Erw.), kann man an der schönen Promenade flanieren. Während es abends schattig in St. Goar wird, kann man sich hier schon den ersten Sonnenbrand des Jahres holen.

Und weiter südlich: Die Bingener Rheinpromenade ist am schönsten. Dort liegen hinter der Rheinpromenade einige kleine Parks und überall sind wunderschöne Blumen gepflanzt. Geparkt haben wir am Fruchtmarkt Nähe Bahnhof (kostenpflichtig). Es gibt aber auch Parkplätze hinter den Schienen. Läuft man an der Promenade nach rechts, kommt irgendwann das Zollamt. Man kann prima direkt am Rhein sitzen und leckerste Sachen essen und trinken. Die Bedienungen sind sehr freundliche und die Preise nicht überteuert.

links: St. Goarshausen, oben: St. Goar, unten: Bingen
links: St. Goarshausen, oben: St. Goar, unten: Bingen


Schifffahrt nach Rüdesheim

Mit der kd geht es von St. Goar (oder auch schon ab Koblenz) nach Rüdesheim. Am besten geht man mit einem Geburtstagskind, dann gibt es einen schönen Rabatt. In der Vorsaison ist es noch sehr frisch auf Deck, aber erfrischend leer. In der Hochsaison muss man sich schon um freie Plätze an Deck prügeln. Die Fahrt dauert etwa drei Stunden und man kann die Schönheiten des Mittelrheintals bewundern. An den wichtigen Sehenswürdigkeiten wird eine kurze Lautsprecherinfo abgespielt.

In Rüdesheim angekommen, folgt man dem Touristenstrom durch die enge und romantische Drosselgasse. Oben angekommen wendet man sich nach rechts und findet die kleine Seilbahn, die zum Niederwalddenkmal führt. Die Hin- und Rückfahrt in den kleinen 2-Personen-Kabinchen kostet 7 Euro pro Person.

Je weiter man sich von der Drosselgasse entfernt, desto günstger werden die zahlreichen Restaurants.

Nach drei Stunden Aufenthalt geht es zurück zum kd-Anleger und mit dem Schiffchen zurück zum Ausgangsort. Die Rückfahrt geht in Strömungsrichtung natürlich etwas schneller. Alternativ könnte man auch mit der Bahn zurück fahren.

oben links: Loreleyfelsen, oben rechts: Seilbahn in Rüdesheim, unten rechts: Kaub
oben links: Loreleyfelsen, oben rechts: Seilbahn in Rüdesheim, unten rechts: Kaub

Eine Radtour am Rhein

Ähnlich dem Rheinsteig und dem Rheinburgenweg kann man von Bonn bis Mainz bzw. Wiesbaden auf beiden Seiten des Rheins mit dem Fahrrad fahren. In St. Goar gibt es eine Fahradverleihstation im Hotel Zur Fähre. Leider haben wir wetterbedingt nur eine Tour mit dem Auto gemacht.

Eine Autotour am Rhein

Einfach einsteigen, losfahren und im nächsten Ort halten. So haben wir Bacharach entdeckt. Beziehungsweise bin ich selbst durch die winzigen Gässchen gefahren und war nie glücklicher, einen Smart zu fahren.

Wandern

Leider ist meine Mutter nicht so gut zu Fuß. An einem Abend bin ich allein los um zu entdecken, was für ein kleines Türmchen hinter unserer Wohnung liegt. Unter dem Bahnhof durch gelangt man dann schnell auf den Rheinburgenweg und nach diversen Höhenmetern auch zu wunderschönen Ausblicken. Einen Wasserfall habe ich auch direkt gefunden. Alternativ liegt auf der anderen Rheinseite der Rheinsteig und für Kletterfreunde der Rabenacksteig.



Hier noch ein paar Hinweise:


Es gibt in St. Goar selbst keinen großen Supermarkt. Bäckerei, Metzgerei, diverse Restaurants und ein kleiner Laden stehen allerdings zur Verfügung. Im nächsten Ort Oberwesel haben wir einen Lidl gefunden.

In der Vorsaison werden Öffnungszeiten nicht so akribisch beachtet. Die meisten Geschäfte schließen um 18 Uhr.

Diverse internationale Besuchergruppen sind uns begegnet. Das erklärt auch die Anzahl von Soveniershops in denen hauptsächlich bayerische Andenken verkauft werden. Nachfrage bestimmt das Angebot, nicht wahr?

Fazit: Wer nicht sehr weit fahren möchte und einen sehr ruhigen Urlaub braucht, der sollte in der Vorsaion ins Mittelrheintal kommen. Auf jeden Fall seniorentauglich!

Dienstag, 5. April 2016

Fertig #ausgeMÄRZt?


Hallo liebe Leser!

Der April ist vorbei und damit auch meine #ausgeMÄRZt-Aktion. Aber das stimmt so nicht. Denn wir haben noch so einige Schränke und Schubladen, die noch voller Gerümpel sind.

Gerne würde ich eine schönes Fazit schreiben, aber zeitlich ist es wirklich knapp bei mir - viel Arbeit, viele Feierlichkeiten, viel Hausprötelkrams.

Daher nur ganz kurz: Et läuft! Habt Geduld.

Oben seht Ihr den Sperrmüll, der gerade live in unserer Einfahrt steht.
Der Anfang ist gemacht!

Frühlingshafte Grüße
Eure Steffi

PS: Für mehr Lesespaß, ich habe fremdgebloggt: Spielend einfache Rezepte

Mittwoch, 16. März 2016

Einfach mal die Fresse halten


Ich gebe zu, ich bin nicht einfach. Für mich gelten geheime Gesetze für das Verhalten in Gesellschaft. Beispiele gefällig?
  • In der Warteschlange an der Kasse ausreichend Platz zum Vordermann lassen.
  • Freundlich und höflich bleiben, auch wenn man innerlich sehr wütend ist.
  • Beim laufenden Film im Kino nicht sprechen.

Es gibt noch ca. 317.382 weitere solcher Regeln. Wieso? Erziehung - Persönlichkeit - Gene. Was weiß ich. An diese Regeln halte ich mich und erwarte - leider - dass sich andere Menschen auch daran halten. Aber die kennen weder mich, noch meine komplizierten Regeln und machen einfach so ihr Ding. Ich weiß das natürlich und versuche das (meiner Meinung nach) rücksichtslose Verhalten einfach zu ignorieren.

Das kann ich aber sehr oft nicht.

And now we have a problem.

Wenn ich dann mein innerlicher Schreizwerg durchs Gehirn stampft und ich meinen unsichtbaren Laserblick gegen den Verursacher richte, überlege ich, ob ich jetzt was sagen soll. Damit das Gegenüber überhaupt mitbekommt, dass ich ihm gleich den Kopf abreißen will.

Aber das verstößt wiederum gegen mein Gebot, stets höflich zu bleiben und die anderen Leute zu akzeptieren wie sie sind. Ich will ja auch nicht bevormundet werden.

Sowas zum Beispiel:
  • „Jetzt lachen Sie doch mal.“
  • „Guck doch nicht so grimmig.“
  • „Zieh doch nicht immer diese 'Turnschuhe' an.“

Fazit: Menschen nerven mich, ich kann es ihnen aber nicht sagen, weil ich selber nicht gemaßregelt werden will und das nervt mich noch mehr. Teufelskreis.
 
Warum ich das alles erzähle?
Weil es irgendwann einmal heraus muss.
Weil mich die Menschen dann vielleicht besser verstehen.

Und weil es gestern wieder so richtig extrem geworden ist.

Der Mann und ich sind im Kino und schauen „The Revenant“. Ein düsterer, ruhiger und langsamer Film. Große Landschaftsaufnahmen, sphärische fremdartige Sprachfetzen, malerische Musik. Das Pärchen links von mir knutscht lautlos rum. Völlig in Ordnung. Überall rascheln leise die Popcorntüten. Völlig in Ordnung.

Aber wie - zum verdammten Fick - kann man bitte in diese wundervollen Momente reinquatschten? Wieso muss man seinem Begleiter erzählen, dass man die Schuhe auszieht, weil einem die Füße weh tun? Wieso holt man sich Taschentücher, putzt sich die Nase und hält den Rest des Films die knisternde Taschentuchpackung weiter in den Händen? Warum atmet man lautstark durch die verstopfte Nase, wenn man auch einfach durch den Mund atmen könnte. Wieso zeigt man mit großer Armbewegung auf die Leinwand und sagt: „Guck mal.“ Wo sollte man in einem dunklen Kinosaal denn sonst hingucken! Und das alles kommt nur von dem Pärchen rechts von uns.

ALTER!

Mein Stresslevel bringt meine Schläfen zum Pochen und aufflammende Hitze erobert in mein Gesicht. Mein Mann erkennt meine Lage und legt mir beruhigend eine Hand aufs Knie. Aber sogar er hat schon einige Todeslaserblicke nach rechts geworfen. Atmen hilft. Tief einatmen - warten - ausatmen. Ich überlege, den Platz zu wechseln oder dann doch mal ein „Pssst“ nach drüben zu zischen.

Natürlich darf man im Kino mal was rüber flüstern oder die Nase putzen oder die Nachoschüssel fallen lassen. Aber wer quatschen will, soll gefälligst zum Therapeuten gehen.

Letztendlich mache ich nichts. Bin wütend auf das blöde Pärchen - für ihr Verhalten, bin wütend auf mich - weil ich nichts getan habe und so bin wie ich bin, bin voller Liebe für meinen Mann - der mich besser kennt, als ich mich selbst und mich beruhigt. Versucht zu beruhigen. Denn ich bin immer noch wütend (merkt man vielleicht).

Und deshalb schrei(b)e ich es in die Welt hinaus. In der Hoffnung, dass vielleicht nur irgendjemand über Rücksichtnahme nachdenkt. In der Hoffnung, dass meine Wut jetzt abklinken kann wie der Druck nach einem Aderlass. In der Hoffnung, dass mehr Menschen einfach mal die Fresse halten.

Das mache ich jetzt auch.
Tschöz.

Nachschreibe:
Nein, ich hasse nicht alle Menschen.
Nein, ich bin nicht mehr wütend. Schreiben hilft.
Ja, ich habe mich entschieden, den Post hier zu veröffentlichen, obwohl es eigentlich nix mit dem Thema zu tun hat.

Montag, 14. März 2016

Das Büro ist aufgeräumt - #ausgeMÄRZt 08-14

Hallo liebe Entrümpelungsfreunde,

Weiter mit meiner Aktion #ausgeMÄRZt: Was habe ich mir nur dabei gedacht, täglich etwas auszusortieren? Das Auswählen an sich fällt mir leicht. Aber dann ein Foto machen, bearbeiten, Text schreiben...

Hier nur eine kurze Zusammenfassung der letzten Tag:
  • Goodbye Handmixer! Von Generation zu Generation weiter gegeben, wurdest du langsam alt und deine Funktion immer schwächer. Es mag hart klingen, aber wenn der Pizzateig gewinnt, muss der Handmixer weichen! Bis wir uns eine Kitchen Aid leisten können und wollen, wird mein Mann seine Teig-Knet-Skills erheblich verbessern!
  • Auf Wiedersehen ihr zehn Blumentöpfchen. In einem Haushalt mit drei echten und drei Plastik-Pflanzen brauchen wir Euch nicht alle.
  • Tschüss Telefone. Ausgetauscht gegen ein Neues, braucht ihr nicht in unserem Schrank wohnen und auf bessere Zeiten warten.
  • Und auch ihr Telefonbücher lebt wohl! Wiederverwertet sehen wir uns sicherlich irgendwo wieder. Seid nicht böse, aber unsere Smartphones finden alle Nummern wesentlich schneller.
  • Apropro Papiermüll: Diverse Verpackungskartons, die bisher auf unseren Schränken gelagert haben, sind jetzt endlich weggeworfen. Wenn das entsprechende Gerät funktioniert, kann der Karton weg. Vor allem wenn die Garantie schon angelaufen ist. Und auf jeden Fall, wenn es das Gerät gar nicht mehr gibt!
  • Wenn meine Schwester das hier liest: Dein bei uns vergessener Regenschirm wurde beschlagnahmt. Er gehört jetzt uns :D
  • Dafür wanderte unser alter und kaputter Werbe-Schirm direkt in die Mülltonne.
  • Und Tschüss an alle ungenutzten Kleinigkeiten (Schlüsselanhänger, Handyhüllen, Kopfhöhrer), vergessen in Schubladen und Schränken, die jetzt gemeinsam auf die Müllverbrennung warten.
Viele kleine Dinge wegsortiert und der Transfer-Haufen im Flur wächst und wächst...
Unfassbar, wie viel Kram sich überall versteckt.


Das Büro ist jetzt erstmal fertig, auch wenn ich mich noch durch alte Versicherungsunterlagen, Gebrauchsanleitungen, VHS-Kassetten und Dias wühlen muss.

Aber das ist eine andere Geschichte!

Freitag, 11. März 2016

Kokusnuss-Terror, 17-DM-Teppich und weiterer Gedönsrat - #ausgeMÄRZt 05-07

Hallo meine Lieben!

Die Aktion #ausgeMÄRZt ist läuft weiter!

5. März // Vom Winde verweht

Meine Mutter hat ein tolles Windspiel auf der Terrasse aufgehängt. An einer halben Kokusnuss hängen große Bambusstücke und ein hölzerner Klöppel in der Mitte erzeugt dunkle Töne. Sehr beruhigend. Mittlerweile wohnen wir im Haus und das Windspiel haben wir übernommen. Es ist etwas in die Jahre gekommen und ein Bambusrohr ist gebrochen. Dadurch ist der Ton nicht mehr schön.

Verrottet und kaputt? Also weg!

#ausgeMÄRZt - 05 - Windspiel
#ausgeMÄRZt - 05 - Windspiel


6. März // Arabische Nächte

Zum Schutze des Parketts vor den Rollen unseres Bürostuhls, liegt unter diesem ein Teppich. Auch ein Überbleibsel meiner Mutter. Wir haben großes vor mit diesem Raum - das Parkett wird dafür weichen. Also ist der Schutz nicht mehr nötig und der Teppich überflüssig. Es war sowieso immer total nervig, wenn die Rollen und der Teppich gegeneinander gekämpft haben. Das Preisschild klebte noch drunter: 17,99 DM

Ab auf den Transfer-Haufen. Ich versuche es mit Verschenken. Ansonsten Müll.


#ausgeMÄRZt - 06 - Teppich
#ausgeMÄRZt - 06 - Teppich


7. März // Kategorie „Sonstiges“

Vor dem März hatte ich schon die Küche entrümpelt. Diverse Schrankschätzchen sind schon ausgewandert. Wer braucht einen Käsehobel? Oder 27 Auflaufformen? 935 Tassen? Der ganze Kram fand einen Platz im Büro. Dazu kamen dann noch unser alter Router und DVB-T-Reciever. Hat man eine Müllecke eröffnet, vermehrt er sich auf unnatürliche Weise... Da wir am Wochenende unser Büro umgeräumt haben, habe ich all den Kram auf den offiziellen Transfer-Haufen gepackt. So eine Entrümpelungs-Ecke ist schon nervig, aber mehrere davon? Nein, danke!

Apropro Büro: Wir haben einen alten Schreibtisch (aus dem Familienbesitz) bekommen und unseren dafür „entsorgt“. Es war nicht schwer, ihn mit wenigen Handgriffen auseinander zu brechen. In ordentlichen fünf Teilen wohnt er in der Garage und wartet auf den nächsten Sperrmüll (für den Transfer-Haufen doch zu sperrig).


8. März // Schublade

Der Tag ist schon rum und ich muss noch was entsorgen? Wo? Wie? Ah, die Schublade! Schubladen sind ja schon fiese Gerümpelverstecker. Immerhin habe ich Heizungsentlüfter gefunden und der Mann muss nicht extra nochmal zum Obi. Ein Drittel des Krams habe ich an den richtigen Ort geräumt, ein Drittel auf den Müllhaufen geworfen und das letzte Drittel darf in der Schublade wohnen bleiben.
#ausgeMÄRZt - 08 - Schublade
#ausgeMÄRZt - 08 - Schublade


Andere AusMÄRZungen:

Erinnert ihr Euch an meinen Eingangsartikel? Ich habe über alte Hard-Rock-Café-Shirts gesprochen. Und damit meinte ich die beiden Shirts meines Mannes - die Löcher mit dem bisschen Stoff drum herum :) Als er meinen Beitrag las, musste ich ihm versichern, dass er sie keinesfalls weg geben muss. Es war wirklich nur ein Beispiel!

Tags darauf lagen seine beiden Schätzchen trotzdem auf meinem Müllhaufen. Ich bin sehr stolz! Natürlich kleben an den Shirts alte Erinnerungen, immerhin sind sie über 14 Jahre alt: Auslandsarbeit - der erste Strongman-Lauf... Sogar ich wurde ein bisschen sentimental. Aber die Erinnerung hat man schließlich auch im Kopf, oder? Zum Andenken an diese langlebigen Begleiter noch ein Bild für die Ewigkeit:



Freitag, 4. März 2016

Schlaflos, Staubfänger, Suchtgedanken und Stinkefüße - #ausgeMÄRZt 01-04

Hallo meine Lieben!

Die Aktion #ausgeMÄRZt ist gestartet! Meine ersten vier Tage des Ausmistens:

1. März // Hat sich ausgelegen

2011 sind wir in unser jetztiges Haus gezogen. Übergangsweise haben wir auf einem Luftbett geschlafen. Es gibt nichts Unbequemeres – vor allem, da nachts die Luft langsam entfleucht. Irgendwann war unser Wasserbett wieder aufgebaut und seitdem (!) liegt diese monströse Matratze ungenutzt (!) in der Abstellkammer. „Falls mal jemand bei uns übernachtet“. In der Tat haben diverse Menschen bei uns übernachtet. Aber dann auf einer Schlafcouch oder im Gästebett. Also weg damit!

Ich werde es vermutlich verschenken, weil es ja ein bisschen undicht ist. 

#ausgeMÄRZt - 01 - Luftmatraze und Gästebett
#ausgeMÄRZt - 01 - Luftmatraze und Gästebett
2. März // Candle in the wind

Dafür – dass wir in unserem Haushalt eigentlich nie Kerzen brennen haben – haben wir definitiv zu viele Kerzenständer. Sie gefallen uns mir nicht, stauben zu und werden nicht genutzt. Also weg damit!

Auch diese werde ich verschenken. 

#ausgeMÄRZt - 02 - Kerzenständer
#ausgeMÄRZt - 02 - Kerzenständer


3. März // Ich werde das alles niemals lesen können

Am 3. März ist war WorldBookDay – eine gute Gelegenheit, das Bücherregal zu durchforsten. Aber oh weh, das fällt mir schwer. Ich lese so gerne! Ein wirkliches Suchtproblem. Also höre ich auf meinen eigenen Ratschlag und nehme nur ein Regalbrett. 

Funfact: Seit ich meinen ebook-Reader habe, kaufe ich 99 % aller Bücher als ebooks. Sie sind günstiger, sparen Papier und sind platzsparend untergebracht. NATÜRLICH mag ich den Geruch von Papier und NATÜRLICH vermisse ich die Haptik des Papiers. Ich denke nur an künftige Generationen, die die Münzer'sche Bibliothek in Zukunft verwalten müssen. 

Ich habe die Bücher unterteilt in: „Kann weg“ / „Muss ich den Mann mal fragen (The Ring?)“* / „Sollte ich nochmal Lesen (zur besseren Beurteilung)“ und „Bleibt!“

Die Bücher werde ich je nach Zustand verkaufen oder in den Bücherschrank legen.

#ausgeMÄRZt - 03 - Bücher
#ausgeMÄRZt - 03 - Bücheroben links: Lese ich nochmal oder das erste Mal
oben rechts: Ein Teil unserer Bücher
unten von links: Behalten / den Mann fragen / kann weg


4. März // Frauen und Schuhe

Glaubt man dem allgemeinem Bild einer „typischen Frau“, habe ich einen riesigen Schuhschrank und LIEBE Schuhe kaufen. Aber ich bin ja nicht typisch. Schuhe kaufen nervt. Weil es selten Schuhe gibt, die mir gefallen. Ich trage gerne bequeme, flache, sportliche Schuhe. Meine aktuellen Lieblingsschuhe sind die grauen Boots. Die Schnallen klappern beim Laufen wie Sporen: Cowboyfeeling. Ich trage pro Jahreszeit ein bis zwei Paar Schuhe im Wechsel. Gerne bekomme ich von Familienmitgliedern Schuhe überlassen. Manche trage ich mit Liebe, manche nehme ich aus Höflichkeit. Sollte man nicht tun. Sie stehen eh nur ungenutzt herum. Und der Gedanke „Vielleicht ziehe ich sie mal an“ - ist immer ein „Ich ziehe sie nie an“. Wirklich!

Ich habe heute meinen Schuhschrank ausgekippt. Ergebnis: 18 Paar Schuhe, davon 8 Paar im Einsatz, 2 Paar ausgelatscht und 8 Paar sehr selten getragen. (Ohne Haus- und Sportschuhe).

Dass es so doch viele sind... Und 50 % davon trage ich kaum! Die selten getragenen sind größtenteils unbequem.

Meine aktuellen Schuhe kommen zurück in den Schrank. Die kaputten und ausgelatschten Schuhe kippe ich direkt in die Wegwerfen-Kiste. Meine Walking-Schuhe werde ich vermissen und muss bald Ersatz dafür besorgen! Sie haben mich auf dem Rheinsteig gerettet und waren treue Begeliter meiner ersten Laufversuche. Aber Sie sind wirklich durch... Die braunen Cowboystiefel trage ich leider selten, obwohl Sie mit eigentlich gefallen. Diese werde ich behalten und demnächst öfter tragen. Meine weißen Garbor-Hochzeitsschuhe stehen noch auf der Ich-weiß-nicht-Liste (und ja: ich habe den zweiten cindarellamäßig gar nicht gefunden).

Die Übrigen werden verschenkt oder vielleicht verkauft.

Ergebnis: 9 Paar Schuhe im Schrank und ein gutes Gefühl!

#ausgeMÄRZt - 04 - Schuhe
#ausgeMÄRZt - 04 - SchuheLinks: Sehr selten getragen
Rechts oben: Bis auf den Asphalt durchgelatscht.
Rechts Mitte: Mein aktuelles Sortiment.
Rechts unten: Für „schick“




Andere AusMÄRZungen:

Meine liebe Yvonne unterstützt meine Blogprojekt und ich bin sehr dankbar dafür. Sie Schroieb heute auf Facebook:

Da meine Kleinste gerade krank ist und ich auf der Suche nach Erkältungssalbe nur noch altes Zeug in meiner Medizinbox gefunden habe, habe ich doch glatt mal ‪#‎ausgeMÄRZt‬ - was sich da noch alles so gesammelt hat... Und weil ich für die Kleine keine Medizin mehr hatte, hab ich doch glatt mal aus Honig und Zweifel nen Hustensirup angesetzt...

Und? Wer macht noch mit?


*Der Mann hat während des Schreibens schon geantwortet: „Was? The Ring? Das ist doch mein Buch! Das kommt nicht weg.“ :-*

Montag, 29. Februar 2016

Mit-Mach-Aktion #ausgeMÄRZt

Wir entrümpeln gemeinsam im März: #ausgeMÄRZt
Wir entrümpeln gemeinsam im März: #ausgeMÄRZt

Hallo Du,

letztens starrte ich mir beim Zähne putzen in die Augen und es traf mich ein Gedankenblitz.

Rückblick: Eigentlich wollte ich in der Fastenzeit täglich eine Sache aus unserem Haushalt aussortieren / wegwerfen / verschenken / verkaufen. Die Idee stammt aus der EAT-TRAIN-LOVE-Facebook-Gruppe. Danke Lina Ria für die Inspiration! Ich habe eine wundervolle Liste angelegt und bisher - na rate mal - nichts davon gemacht. Tödümm.

Warum das alles? Vielleicht springe ich nur auf den Minimalismus-Trend-Zug auf, vielleicht nerven mich all diese Dinge um mich herum, vielleicht habe ich keine Lust mehr, ständig um den ganzen Kram herum zu putzen. Ich brauche einfach mehr Freiraum um mich herum.


Jedenfalls stand ich da, bestaunte meine Augenringe und hatte eine Idee: Ab dem 1. März bis zum 31. März machen wir das gemeinsam! Du und ich! Community-Action! Yeay!

Und so habe ich mir das vorgestellt:
  • Suche eine Ecke in deiner Wohnung, wo Du all den Kram zunächst zwischenlagerst. Bei mir ist es der Flur. Es sollte schon eine Ecke sein, die Du täglich siehst. Räumst du etwas in den Keller oder auf den Dachboden, wird es womöglich vergessen. Nennen wir diesen Ort liebevoll: Transfer-Haufen.
  • Wenn möglich, bereite Kisten vor: „Zum Verkaufen“, „Zum Verschenken“, „Zum Entsorgen“, „Reparieren“.
  • Nimm Dir pro Tag ein Zimmer vor. Am nächsten Tag ein anderes. Sind alle Zimmer durch, fange von vorne an.
  • Suche Dir pro Tag mindestens ein Ding aus, das Du loswerden willst bzw. immer loswerden wolltest.
  • Bringe es auf den Transfer-Haufen und lege es in die passende Kiste.
  • Wenn der Monat März vorbei ist und sich die Kisten sich gefüllt haben, arbeiten wir im April daran, den Kram los zu werden.
Tipps zum Aussuchen:
  • Fang klein an: Du musst nicht alle Bücher auf einmal durchsuchen, fange mit einem Teil deines Regals an. Statt des ganzen Kleiderschranks, kannst du mit der Sockenschublade beginnen.
  • Du willst es schon ewig loswerden? Weg damit! Egal wie wertvoll oder erinnerungsbehaftet. Und auch wenn es mal ein Geschenk war!
  • Du bist Dir nicht sicher? Denke nach, ob Du es wirklich nutzt oder nur Erinnerungen bzw. Gefühle daran hängen.
  • Wenn dein Herz zu sehr dran hängt, dann behalte es.
  • Irgendwo habe ich mal gelesen: „Alles, was man für 20 Dollar in 20 Minuten besorgen kann, muss man nicht im Haus haben“. Halte das im Hinterkopf.
Tipps zum Sortieren:
  • Sei realistisch. Es mag sein, dass dein ausgewaschenes Hard-Rock-Café-Shirt einen hohen Wert in deinem Herzen hat. Es wird Dir aber niemand abkaufen. Ab in den Altkleidercontainer. Oder in den Müll. Oder mache etwas Neues daraus, z.B. einen Kissenbezug
  • Einen Röhrenfernseher wird heutzutage auch keiner mehr kaufen. Ab in die Verschenke-Kiste.
  • Frage Familie oder Freunde nach ihrer Meinung oder recherchiere im Internet, ob sich ein Verkauf lohnt.

Du willst Mitmachen?

Wenn du mitmachen möchtest, dann mach einfach.

Wenn du es mit uns teilen willst, nutze Facebook, Instagram, Twitter oder den eigenen Blog und tagge mit #ausgeMÄRZt (<--- beste Wortkreation ever!)

Ich freue mich über jeden Beitrag und werde ihn hier verlinken!

So oft wie möglich, werde ich bloggen, welche Dinge ich aussortiert habe.

Denn ma los!



Ich wurde übrigens inspiriert von Frau Ding Dong und Fräulein Ordnung.
Und meiner Zahnbürste.

Dinner für Spinner

Vergangene Woche haben wir unseren Zeitplan wieder völlig durcheinander geworfen. Wir waren nämlich Mittwochs nicht Einkaufen, sondern im Theater. Auf meiner Suche nach Geschenken hatte ich nämlich entdeckt, dass Tom Gerhardt im Contra-Kreis-Theater in Bonn spielt, in der Komödie „Dinner für Spinner“.

Kurz zur Handlung:

Eine Gruppe Männer veranstaltet wöchentlich ein Dinner. Abwechselnd wird ein Gast mitgebracht - und je absonderlicher der Gast ist, umso besser. Denn dieser dient der Runde nur als Opfer zur Belustigung. Wer lacht, fliegt raus. Die geladenen Idioten wissen natürlich nichts davon. Peter Küsenberg (Stephan Schleberger) wartet also an diesem Abend auf seinen Kandidaten: den reimenden Finanzbeamten und Streichholz-Figuren-Bastler Matthias Bommes (Tom Gerhardt). Ein plötzlicher Hexenschuss lässt das abendliche Dinner platzen, jedoch bringt Bommes das Leben des Verlegers Küsenberg ordentlich durcheinander.





Die Bühnenkomödie Le Dîner de Cons von Francis Vebers wurde Rheinland-tauglich umgesetzt. So spielt sogar der 1. FC Köln eine kleine Nebenrolle. Funfact: Es gibt zwei Verfilmungen: Eine französische von 1998 sowie ein amerikanische von 2010 mit Steve Carell und Paul Rudd.

Meine Meinung:

Das Stück ist eine einfache Komödie, der ein oder andere Handlungsstrang zeichnet sich schon im Vorfeld ab. Trotzdem haben ich und die anderen Besucher unfassbar viel gelacht. Großen Respekt verdient Stephan Schleberger, der seinen Hexenschuss und seine Verzweiflung mit Bommes so überzeugend herüber bringt, dass man einfach nur Mitleid haben muss. Tom Gerhardt hat mich auch sehr überzeugt. Er spielt den Idioten mit dem großen Herzen, als hätte er nie etwas anderes gemacht. Das Schwärmen über seine Streichholzprojekte – wie den Supermarkt in Bonn-Tannenbusch – oder das Zupfen an seinem blauen Pullover: Alles irgendwie echt: Tina Seydel taucht als unterkühlte Ehefrau und stürmische Geliebte in einer Doppelrolle auf. Ergänzt wird die Szenerie noch von Steffen Laube als Autor und Freund von Küsenberg sowie Stefan Preiss als ausgefuchstem Finanzbeamten.

Das Stück spielt noch bis zum 6. März 2016. Aufgrund der großen Nachfrage wird ein Zusatztermin am 5. März angeboten. Ich kann einen Besuch nur empfehlen! Und wer doch keiner Karten mehr ergattert: Ab dem 10. März spielt u.a. Jochen Busse im Stück „Der Pantoffel-Panther“. Ich werde berichten!

Montag, 22. Februar 2016

Alles außer Hase

Kaum ist die letzte Weihnachtsdeko weggeräumt, rollen schon die Karnevalsumzüge durch die Gemeinden und hoppla di hopp: Ostern. Plötzlich und unerwartet.

Dieses Jahr nicht. Denn Yvonne hat eine Linkparty zum Thema Ostern vorbereitet.
Kurzbeschreibung:
Lass Dir was Tolles zum Thema Ostern einfallen,
aber bitte ohne Hase!
Na das kann mir doch sicherlich aus der Schreibfaulheit helfen! Kreativ kann ich. Sollte ich zumindest. Ist immerhin mein Beruf.

Also mal überlegen: Kekse backen? Nee. Dekosachen basteln? Schwierig. Eine Osterkarte? BINGO!

Ich präsentiere nachfolgend meine Osterkarte-zum-Runterladen-und-Ausdrucken-und-Ausmalen für Euch! Garantiert ohne Hase.

PDF-Datei zum Download (von google drive)

Osterkarte zum Ausrucken und Ausmalen
Osterkarte zum Ausrucken und Ausmalen

Entweder können Eure Kleinen die Stifte schwingen oder ihr selbst. Erwachsenen-Malbücher sind ja voll im Trend. Viel Spaß dabei!

Und stöbert mal in Yvonnes Linksammlung, da sind auch viele tolle Ideen zusammen gekommen.

Bis bald!
Steffi


Osterkarte zum Ausrucken und Ausmalen

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